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Charité-Forscher fordert Ambulanzen für Impfgeschädigte (15.05.2022)

Ein langfristiges Forschungsprojekt an der Berliner Charité hat ergeben: Die Zahl schwerer Komplikationen nach Impfungen gegen Sars-CoV-2 ist 40 Mal höher, als durch das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) bislang erfasst wurde, nämlich 8 Personen pro 1000 Impfungen statt, wie bisher angenommen, 0,2. An der Studie waren 40.000 Probanden beteiligt. Studienleiter Professor Harald Matthes ist nicht überrascht, weil in anderen Ländern und selbst in den Studien der Impfhersteller ähnliche Zahlen beobachtet wurden. Die meisten dieser schweren Nebenwirkungen dauerten drei bis sechs Monate an, 80 Prozent heilen aus. Ein Teil hält länger an. Prof. Mattes fordert jetzt Ambulanzen für Betroffene (MRD, 3. Mai 2022).


Volksbegehren gegen die Impfpflicht (04.05.2022)

Noch bis zum kommenden Montag, dem 9.5.2022, kann in Österreich ein Volksbegehren gegen die Impfpflicht – mittels Handysignatur auch online – unterstützt werden. Dieses richtet sich gegen jede Art von Impfpflicht in Österreich, insbesondere von minderjährigen Kindern. Im Wortlaut: „Der Bundes(verfassungs)gesetzgeber soll (…) alle Impfpflichten in Österreich verhindern bzw. die sofortige Aufhebung aller COVID-Impfpflichten beschließen.“ Alle Informationen zur Unterstützung finden sich hier:
https://www.bmi.gv.at/411/Volksbegehren_der_XX_Gesetzgebungsperiode/NEIN_zur_Impfpflicht/start.aspx.


Prof. Matthes / Charité: 70 Prozent Untererfassung bei Impfschäden (23.04.2022)

Ein markanter MDR-Beitrag über „Impfkomplikationen: Warum sich Betroffene alleingelassen fühlen“ berichtete auch über Prof. Harald Matthes von der Berliner Charité, der von einer Untererfassung von Impfnebenwirkungen spricht und dazu eine Studie macht (MDR, 22.3. 2022). Nach der Sendung hätten sich viele Menschen bei ihm gemeldet, berichtet er im „Focus“-Interview. „Das sind Menschen, die bei fünf, sechs, sieben verschiedenen Ärzten waren und dort teilweise mit ihren Symptomen nicht ernst genommen wurden. Viele Ärzte sagen, das könne gar nicht mit der Impfung zusammenhängen. Andere sagen, es könnte vielleicht sein, aber sie können den Patienten nicht helfen.“ (focus.de, 1.4.2022).


Elga gegen Impfpflicht, Minister Rauch gegen Elga (19.04.2022)

In einem 87-seitigen Papier hat sich die Elektronische Gesundheitsakte ELGA deutlich gegen eine Impfpflicht ausgesprochen. Diese sei „nicht umsetzbar, nicht verhältnismäßig, nicht geeignet und datenschutzrechtlich bedenklich“ (heute.at, 8.4.2022). Konkret geht es um „die personenbezogene Verarbeitung von Ausnahmen von der generellen COVID-19-Impfpflicht im Zentralen Impfregister“ sowie „die Übermittlung der Impfdaten und Ausnahmen an den Gesundheitsminister unter anderem zur Verhängung von Strafen gegenüber Nichtgeimpften“ (kurier.at, 8.4.2022). Gesundheitsminister Rauch reagierte diese Woche ziemlich verschnupft: „Ich war einigermaßen erstaunt, in dieser Datenschutzfolgenabschätzung Ausführungen zu finden, die sich auf die Verfassungsmäßigkeit und Zulässigkeit der Impfpflicht an sich bezogen haben“, sagte er. „Sich über bereits gefallene politische Entscheidungen“ zu äußern gehöre „sicher nicht zu den Aufgaben der Elga-Geschäftsführung“. Die Positionen der kaufmännischen und technischen Geschäftsführung werden ab 2023 neu ausgeschrieben (derstandard.at, 18. 4. 2022).

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US-Bundesrichterin erklärt Maskenpflicht für illegal (18.04.2022)

Eine Bundesrichterin in den USA hat heute die landesweite Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln für illegal erklärt und aufgehoben. Richterin Kathryn Kimball Mizelle aus Tampa im US-Bundesstaat Florida erklärte, die Gesundheitsbehörde CDC habe ihre Befugnisse überschritten, indem sie eine Maskenpflicht verhängt habe. Zudem habe die Behörde ihre Entscheidung nicht angemessen begründet. Die Maskenpflicht galt vor allem für Flugzeuge, Züge, U-Bahnen und Busse (ORF, 18. 4. 2022) (Bloomberg, 18. 4. 2022) (CNN, 18. 4. 2022).


Tiroler Ärztekammerpräsident: „Krisenmodus ist zu verlassen“ (18.04.2022)

Der neue Präsident der Tiroler Ärztekammer, Stefan Kastner, hat sich gegen die Impfpflicht, gegen ein Fortdauern der Quarantäne und für allgemeine Entspannung ausgesprochen. „Der Krisenmodus ist zu verlassen.“ Eine Impfpflicht werde aufgrund der weitgehenden Durchseuchung auch über den Frühling und Sommer hinaus nicht nötig sein. In Puncto Quarantäne brauche es wieder mehr Hausverstand und Eigenverantwortung. „Wenn jemand krank ist, bleibt er oder sie zu Hause, also quasi in der selbst verordneten Quarantäne. Wie bei der Influenza auch“, so Kastner. Er plädierte dafür, mit dem Coronavirus in Zukunft wie mit einer Grippe umzugehen, sollten keine aggressiven Varianten mehr auftreten (ORF, 18. 4. 2022).


Tschechien hebt Maskenpflicht in Bus und Bahn auf (10.04.2022)

Tschechien hebt die Maskenpflicht in Bus und Bahn per Gründonnerstag auf. Die Lage in den Krankenhäusern verbessere sich stetig, die Infektionszahlen sinken, so die Regierung. In Altersheimen und Krankenhäusern bleibt die Pflicht vorerst aufrecht (ORF, 10. 4. 2022).


Allgemeine Impfpflicht im deutschen Bundestag gescheitert (04.04.2022)

Da keine Mehrheit gefunden werden konnte, wurde die geplante Impfpflicht ab 18 Jahren in Deutschland nun verworfen. Zur Debatte stehen jedoch weiterhin eine Impfpflicht ab 50 sowie eine verpflichtende Impfberatung zwischen 18 und 49 – trotz zunehmender Evidenz, dass die Impfung weder zum Fremd- noch zum Eigenschutz vor Covid-19 dient (Die Zeit, 4. 4. 2022). Bei dieser Gelegenheit empfehlen wir die äußerst lesenswerte Stellungnahme der Kritischen Richter*innen und Staatsanwält*innen zur Impfpflicht in Deutschland in der Rubrik Lesestoff unter „Stellungnahmen“ – so überzeugende Argumente wie diese haben sicher zum Meinungsumschwung beigetragen.


Ioannidis fordert Deklaration des Endes der Pandemie (03.04.2022)

In einem wissenschaftlichen Beitrag im European Journal of Clinical Investigation erklärt der weltweit renommierte Epidemiologe John P. Ioannnidis von der Stanford Universität „The end of the COVID-19 pandemic“. Ausgehend von der Frage nach den messbaren Indikatoren für das Andauern oder Ende einer Pandemie – natürliche Immunität, Durchimpfung, Rückgang der Todesfälle oder Belastung der Krankenhäuser – kommt er zu diesem Schluss: „Eine Schwelle von 70 Prozent Genesene und Geimpfte der Weltbevölkerung wurde vermutlich schon im 2. Halbjahr 2021 erreicht.“ Der Übergang zur einem endemischen Geschehen sei vollzogen. Das persönliche Risiko für die überwiegende Mehrheit der Weltbevölkerung sei bereits Ende 2021 sehr gering gewesen, das empfundene Risiko könnte aber weiterhin weit überschätzt werden. Fazit: „Public health officials need to declare the end of the pandemic.“ Kommentar: So wie in Schweden und der Schweiz (EJCI, 28.3.2022).


Politologin Prainsack bezeichnet Impfpflicht als Fehler (02.04.2022)

Auch Barbara Prainsack, Mitglied der Bioethikkommission des Bundeskanzleramts, spricht sich nun klar gegen die vorläufig nur bis Ende Juni ausgesetzten Impfpflicht aus, und plädiert für eine differenzierte und stärker an Eigenverantwortung orientierte Corona-Strategie. Als „Nebenwirkungen“ der Impfpflicht nennt sie deren politische und auch finanzielle Kosten. Mit ersteren meint sie v.a., dass sich kritische Menschen kaum zwingen lassen, mit zweiteren den Aufwand der Behandlung rechtlicher Einsprüche. Wir freuen uns, dass auch die von der Regierung konsultierten Expert*innen immer häufiger die Meinung öffentlich äußern, dass eine Impfentscheidung immer eine freie und persönliche Entscheidung sein muss (Der Standard, 29. 3. 2022).


In der Schweiz fallen alle Corona-Maßnahmen (01.04.2022)

Auch in der benachbarten Schweiz endeten Anfang April sämtliche bundesweiten Covid-19-Maßnahmen. Nur wenige Kantone halten einige geringe Maßnahmen noch aufrecht (ORF, 1.4. 2022).


Schweden schafft Pandemiegesetz ab (01.04.2022)

Nachdem in Schweden die allermeisten Beschränkungen bereits am 9. Februar aufgehoben worden waren, wurde nun das Pandemiegesetz abgeschafft. Schweden behandelt Covid-19 von nun an nicht mehr als generell gefährliche oder gesellschaftsgefährdende Erkrankung. In der Covid-19-Pandemie ist das skandinavische Land einen Sonderweg mit vergleichsweise wenigen Beschränkungen für die Bürger gegangen (ORF, 01.04.2022).


Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit in Gefahr (31.03.2022)

Die Historikerin Andrea Komlosy arbeitet seit 30 Jahren am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien. Im Wintersemester 2021/22 veranstaltete sie die Ringvorlesung Corona – eine transdisziplinäre Herausforderung. Ihre Begründung: „Der Umgang mit der Pandemie ist ein umstrittenes Thema. Umso mehr sollten verschiedene Expertisen dazu miteinander ins Gespräch kommen.“ Einige Kolleg*innen und Studierendenvertreter*innen sahen das anders, kritisierten einige der eingeladenen Vortragenden, und die ÖHs der Boku und der Uni Wien und andere forderten in einem offenen Brief gar die Absetzung der LV! Da die Universitätsleitung zur Lehrfreiheit stand, konnte die Veranstaltung abgehalten werden – 1200 Anmeldungen bezeugten höchstes Interesse. In einem Gastkommentar in der „Presse“ kritisiert die Leiterin: „Die Skandalisierung der Vortragenden schnitt jede Auseinandersetzung mit Argumenten ab. Stattdessen operierten die Wahrheitshüter mit Kontaktschuldvorwürfen und unterstellten Referenten sozialdarwinistisches oder rechtes Gedankengut (…) Beunruhigend erscheint, dass sich Akademiker und studentische Vertretungen, denen die Rolle als gesellschaftskritisches Korrektiv zukommen müsste, zum scharfen Einpeitscher unhinterfragbarer angeblicher Wahrheiten machen.“ (Die Presse, 10.3.2022)


Datenanalyst: Rückgang an Krankenhausaufnahmen 2020 und 2021 (25.03.2022)

Der Datenanalyst Tom Lausen hat als Einzelsachverständiger im Gesundheitsausschuss des Bundestages überraschende Zahlen vorgetragen: Seinen Berechnungen zufolge beträgt der Rückgang an Krankenhausfällen in den Pandemiejahren 2020 und 2021 jeweils 2,5 Millionen Personen: Nach 19 Millionen Aufnahmen in Spitäler im Vorkrisenjahr 2019 waren es 2020 und 2021 je ca. 16,5 Millionen. Auf den Intensivstationen beträgt der Rückgang 2020 220.000 Patient*innen und 2021 sogar 370.000 Aufnahmen. Im Vergleich dazu nimmt sich die Zahl der Aufnahme von Intensivpatient*innen wegen/mit Covid-19: bescheiden aus: 27.500 im Jahr 2020 und 68.000 im Jahr 2021 (Lausen, Bundestag, 14.3.2022). Wir sind gespannt auf Kommentare und Bewertungen dieser Zahlen.


Mehr als die Hälfte der Jugendlichen depressiv (24.03.2022)
Lockdowns wirken lange: Mehr als die Hälfte der jungen Menschen in Österreich kämpft mit depressiven Symptomen, sechs von zehn haben Essstörungen, 47 Prozent leiden unter Schlafstörungen, 16 Prozent haben wiederholt Suizidgedanken (salzburg24.at, 18.2.2022). In Deutschland weist der Expert*innenrat der Bundesregierung darauf hin, dass Jugendliche zwar auch von Corona-Erkrankungen betroffen sind, jedoch „vor allem durch Lockdowns, Schulschließungen oder reduzierte Kontakte mit Gleichaltrigen“ (Ärzteblatt, 11/2022). In der Beantwortung der Fragen des VfGH gab das österreichische Gesundheitsministerium an, dass im Pandemiejahr 2020 in der Altersgruppe der 0 bis 15-Jährigen kein einziger Covid-19-Todesfall registriert wurde; in den Altersgruppen der 15 bis 20-Jährigen und der 20 bis 25-Jährigen war es je 1 Todesfall im gesamten impfungsfreien Pandemiejahr 2020 (Gesundheitsministerium, 21.2.2022).

Deutschland: Fast alle Maßnahmen enden mit 2. April (24.03.2022)
In Deutschland haben Bundestag und Bundesrat aufgrund des Auslaufens der bisherigen Rechtsgrundlage für die meisten Corona-Schutzmaßnahmen am 19. März eine Reform des Infektionsschutzgesetzes beschlossen, die am 20. März in Kraft trat. Den Bundesländern bleibt eine Übergangsfrist bis zum 2. April. Fast alle Maßnahmen fallen und *dürfen* dann auch von den Bundesländern nicht mehr eingeführt werden. Nur eine (aufhebbare) Maskenpflicht im Fernverkehr und Basis-Maßnahmen in sensiblen Infrastrukturbereichen (Pflege, Gesundheit) bleiben aufrecht. Sollten regionale „Hotspots“auftreten, was sich an der Krankanhausbelegung zeigen muss, dürfen Bundesländer auch zusätzliche Maßnahmen erlassen. Die neue Regelung gilt bis 23. September, dann wird der Gesetzgeber die Lage neu bewerten (ZDF, 18.3.2022) (Bundesregierung, 20.3.2022).

Fremdschutz- und Infrastruktur-Argument für Impfpflicht dahin? (21.03.2022)

Der em. Mathematik-Professor an der FH Frankfurt, Thomas Rießinger, hat ermangels brauchbarer Zahlen aus Deutschland (eine andere Form des „Datenschutzes“) aktuelle Zahlen aus England analysiert (Weekly national Influenza and COVID-19 surveillance report und COVID-19 vaccine surveillance report, Week 10), um das Risiko von dreifach Geimpften und nicht Geimpften bezüglich Infektion (pardon: positivem PCR-Test), Hospitalisierung und Tod zu vergleichen (bereinigt um die Impfquote in den jeweiligen Altersgruppen). Ergebnis: Das Infektionsrisiko ist bei den dreifach Geimpften in allen Altersgruppen höher als bei den nicht Geimpften. Das Hospitalisierungsrisiko ist bei den dreifach Geimpften nur bei den 60- bis 79-Jährigen etwas geringer (um 15%) als bei den nicht Geimpften; in allen anderen Altersgruppen ist das Risiko eines Krankenhausaufenthalts bei den dreifach Geimpften deutlich höher. Bezüglich der Todesfälle ist zwar das Risiko der 30- bis 79-Jährigen um bis zu einem Drittel geringer als das der nicht Geimpften, an (oder mit) Covid-19 zu sterben, bei den bis 30-Jährigen jedoch um 75% höher und den über 80-Jährigen um fast 50% höher – was entscheidend ist, weil zwei Drittel aller Todesfälle bei den über 80-Jährigen auftreten. Nach diesen Zahlen sind alle drei Hauptargumente, die für die Impfpflicht in der Vergangenheit vorgebracht wurden und weiter vorgebracht werden – das Selbstschutz-Argument (bezüglich des Todesrisikos), das Fremdschutz-Argument (Ansteckungsrisiko) und das Argument der Überlastung der Gesundheitsinfrastruktur durch nicht Geimpfte -, obsolet (reitschuster.de, 18. März 2022).


Studie: mRNA könnte sich ins Erbgut einbauen (16.03.2022)

Eine Studie von der schwedischen Lund-Universität in Malmö sorgt für Aufsehen, weil sie erste Hinweise dafür liefert, dass die mRNA-Impfstoffe möglicherweise in den Zellkern eindringen, und die dort gespeicherte DNA manipulieren könnten. Die Folgen davon sind schwer vorhersehbar. Die Tests wurden in vitro an Lebergewebe durchgeführt, ein Einbau ins Genom müsste also erst in vivo (in lebendigen Menschen) durch Chromosomensequenzierung belegt werden. Unsicher ist auch, ob dieser Vorgang, der in der Untersuchung an Krebszellen vorgenommen wurde, auch bei gesunden Zellen so abläuft. Es handelt sich hierbei also weder um „krude Theorie“, wie es das Focus Magazin bezeichnet, noch um einen endgültigen Beweis für eine Veränderung des menschlichen Erbgutes, sondern um einen begründeten Verdacht, der zu Vorsicht animiert und weitere Untersuchungen nach sich ziehen muss (Zur Studie in current issues in molecular biology, 25.2.2022) (Ärzteblatt, 1.3.2022) (focus.de, 3.3.2022) (Berner Zeitung, 10.3.2022).


Holland schafft letzte Maßnahmen ab (15.03.2022)
In Holland fällt nun auch überall die Maskenpflicht. Während in Deutschland und Österreich teilweise wieder über Verschärfung nachgedacht wird oder Lockerungen aufgeschoben werden (z.B. Brandenburg), müssen in den Niederlanden ab 23. März auch in Bussen und Zügen keine Masken mehr getragen werden. Auch die Testpflicht vor Großereignissen wird gestrichen (ORF, 15.3.2022).

81 deutsche Wissenschaftler*innen gegen Impfpflicht (10.03.2022)
In einem offenen Brief an den deutschen Bundestag argumentieren 81 Wissenschaftler*innen, inwiefern eine Impfpflicht „zur Erreichung des verfolgten Ziels nicht geeignet, nicht erforderlich, nicht angemessen und damit verfassungswidrig“ sei. Dabei verweisen sie detailliert auf Studienenergebnisse und Daten zu Wirksamkeit, alternative Maßnahmen, Intensivbetten, Nebenwirkungen, Sterblichkeit, Risikopotenzial. (Berliner Zeitung, 7argumente.de).

Vorläufiges Aussetzen der Impfpflicht – neue Evaluierung im Sommer (10.03.22)
Gestern verlautbarte die Regierung ein vorläufiges Aussetzen der gesetzlich beschlossenen Impfpflicht. Ursprünglich hätten ab Mitte März die ersten Strafen bei Verstößen verhängt werden sollen. Dass dies nun vorläufig nicht erfolgen wird, begründet die neue einrichtete, vierköpfige staatliche Impfpflichtkommission mit medizinischen, gesellschaftspolitischen und rechtlichen Überlegungen. Dabei wird auf Faktoren wie neue Virus-Varianten, die schwindende Immunität nach den Impfungen, alternative Therapiemöglichkeiten, die Akzeptanz einer Impfpflicht und endlich auch den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit bezuggenommen. Wir fordern weiterhin eine gänzliche Abschaffung der gesetzlichen Impfpflicht und eine freie Impfentscheidung, auch nach dem Sommer 2022!
Hier geht es zur (Stellungnahme der staatlichen Impfkommission).

Strafanzeige gegen OÖ-ÄK-Präsident und O.Ö.-Landesregierung (10.03.2022)
Hier gehts zur (Presseaussendung).

Ziehen Geboosterte auf Intensivstationen mit Ungeimpften gleich? (08.03.2022)
Während der Anteil von „Geboosterten“ auf den Intensivstationen steigt, nimmt er bei den „Ungeimpften“ relativ ab. Das zeigen Berechnungen von MDR Wissen auf Basis von Veröffentlichungen des RKI und ihrer Meinung nach repräsentativerer DIVI-Intensivregister-Daten. Der Artikel setzt sich konstruktiv kritisch mit den Daten und Methoden des RKI auseinander und zeigt, dass in der Wissenschaft nicht immer alles so klar und rein aufscheint, wie es immer wieder in der öffentlichen Debatte suggeriert wird (MDR Wissen, 8.2.2022).

Sind „geimpft“ und „ungeimpft“ das neue „gut“ und „böse“? (07.03.2022)

Unter dem Titel „Eine neue Ethik ist geboren“ bringt Radio München einen Text von Prof. Dr. Boglarka Hadinger, der sich pointiert und satirisch mit den Covid-Maßnahmen und ihren Folgen auseinandersetzt. „Gut“ und „böse“ wurden durch diese Maßnahmen und ihre mediale Begleitung in „geimpft“ und „ungeimpft“ umgedeutet. Damit wurde der Abwertung und Ausgrenzung der vermeintlich Bösen Tür und Tor geöffnet. Wir denken, dass wir davon rasch wieder wegkommen müssen! (Youtube, 28.2.2022)

Nachtrag: U. a. hier gibt es nun auch die Textversion des Radiobeitrags:
https://www.aerztefueraufklaerung.de/thema/neue-ethik/index.php


Vorstand der BKK Pro Vita fristlos entlassen (03.03.2022)

Wir sind erschüttert: Derzeit ist es offenbar nicht möglich, sich faktenbasiert mit einer abweichenden Meinung aus Verantwortung am öffentlichen Diskurs zu beteiligen. Am Tag, an dem das Treffen zwischen Andreas Schöfbeck, Vorstand des BKK, und dem Paul Ehrlich Institut zu den Impfnebenwirkungen stattfinden hätte sollen, wird Schöfbeck entlassen – das Treffen soll sein Nachfolger Walter Redl übernehmen. Vor der Entscheidung hatten die Daten der BKK Pro Vita zu heftigen Kontroversen geführt. So wurden die Ergebnisse der Studie von Dr. Dirk Heinrich – Vorsitzender des Virchowbund, der niedergelassene Ärztinnen und Ärzte vertritt – als „undifferenzierte Schwurbelei“ verunglimpft, während er im selben Atemzug „Imfgegner“ mit Vegetariern und „Impfbefürworter“ mit Fleischessern in Korrelation brachte. Schöfbeck distanzierte sich von solcherart polemischen Angriffen und steht zu seinem Brief. „Die Zahlen, die sich bei unserer Analyse ergeben haben, sind sehr weit weg von den öffentlich verlautbarten Zahlen. Es wäre ethisch falsch, nicht darüber zu sprechen.“ Wir hoffen, dass die Gerichte die Entlassung von Schöfbeck, der seit 21 Jahren Vorstand der BKK Pro Vita ist, aufheben werden (VichrowBund, 24.2.2022) (redezeit.net, 26.2.2022) (Die Welt, 1.3.2022).


Auch Großbritannien hebt berufsbezogene Impfpflicht auf (02.03.2022)

Ab dem 1. April hätte für die Mitarbeiter*innen des englischen Gesundheitswesens eine Impfpflicht gelten sollen. Nun ist die britische Regierung erfreulicherweise zurückgerudert. Begründet wurde dies neben den befürchteten Personalengpässen – auch hier – mit der Omikron-Variante, die zu weniger schweren Verläufen führt als frühere Varianten des Corona-Virus. Im Unterschied zu Österreich war diese Impfpflicht auch innerhalb der regierenden Tory-Partei von Anfang an umstritten. Ein Teil der knappen Arbeitskräfte im Gesundheitsbereich dürfte jedoch schon unwiederbringlich verloren sein (The Guardian, 1.3.2022).


Oberlandesgericht Wien annulliert Entlassung von 14 Klinik-Mitarbeiter*innen (02.03.2022)

Im Februar 2021 entließ die Stadt Wien fristlos 14 Mitarbeiter*innen der Klinik Hietzing, nachdem bekannt wurde, dass sie bei der Pensionierungsfeier einer Kollegin gegen die Coronavirus-Regeln verstoßen haben sollen. Diese nahmen die Frauen großteils nicht hin. Sie reichten Klagen auf Weiterbeschäftigung ein. Nun entschied das Oberlandesgericht Wien, dass die fristlose Entlassung zu Unrecht erfolgte. Der Rechtsvertreter der Stadt Wien und des Wiener Gesundheitsverbunds, Dieter Kieslinger, erklärt: „Die Betroffenen so zu behandeln, als hätte es die Entlassung nicht gegeben.“ Nur noch eine außerordentliche Revision vor dem Obersten Gerichtshof wäre möglich. (ORF Wien, 2.3.2022).


Höchstgericht in Neuseeland hebt berufsbezogene Impfpflicht auf (01.03.2022)

Am 25. Februar hob der Oberste Gerichtshof in Neuseeland die von der Regierung beschlossene Impfpflicht für Polizei und Armeeangehörige auf, mit dem Argument, dass diese einen ungerechtfertigten Eingriff in die Grundrechte darstellt („not demonstrably justified“). Das Gericht argumentiert u.a., dass die Wirkung der Impfung bei der Omikron-Variante für die Verringerung einer Infektion und einer Übertragung weniger wirksam sei, als bei vorangegangenen Covid 19-Varianten. Dies ist ein wichtiger Meilenstein für die Grundrechte und für eine freie Impfentscheidung, dem hoffentlich bald viele andere Länder folgen werden (New Zealand Herald, 25.2.2022).


BKK Pro Vita vermutet 2,5-3 Millionen Arztbesuche nach Impfungen (25.02.2022)

Auf Basis der eigenen Abrechnungsdaten mit Kassenärzt*innen kommt die BKK Pro Vita auf deutschlandweit auf rund 10mal höhere Zahlen von Impfnebenwirkungen als das offizielle Paul-Ehrlich Institut. Vorstand Andreas Schöback schreibt: „Wenn diese Zahlen auf das Gesamtjahr und auf die Bevölkerung in Deutschland hochgerechnet werden, sind vermutlich 2,5 bis 3 Millionen Menschen in Deutschland wegen Impfnebenwirkungen nach Corona-Impfung in ärztlicher Behandlung gewesen.” (Nordkurier, 23.2.2022) (Berliner Zeitung, 24.2.2022) (Berliner Zeitung, 25.2.2022).


Interne Kommission bestätigt Schwedens Sonderweg (25.02.2022)

Eine Kommission kommt trotz einiger Kritikpunkte – die unbegrenzte Einreise zu Pandemiebeginn und der schlechte Schutz von Altenheimen – zu einem insgesamt positiven Bilanz des Schwedischen Sonderwegs: „Verglichen mit dem Rest Europas ist Schweden relativ gut durch die Pandemie gekommen“, schreibt die Kommission. Die Strategie von Ratschlägen und Empfehlungen, die die Menschen freiwillig befolgen sollten, sei generell richtig gewesen. „Das bedeutete, dass die Bürger mehr von ihrer persönlichen Freiheit behalten haben als in vielen anderen Ländern.“ Interessanter Weise übertitelt der ORF dieses insgesamt positive Resümee so: „Kommission übt Kritik an Schwedens Sonderweg“ (ORF, 25.2.2022).


ProFest am Donnerstag den 24. 2. ab 18.30 bei der Wiener Oper

Zwei Künstlerinnen haben ein Fest organisiert. Alle sind herzlichst dazu eingeladen.
Bilder und Videos sind verfügbar.

ProFest!
ALLES endlich wieder WALZER!
Ein Plädoyer für die Wiener und Internationale Tanz- und Ballkultur!
Kommt am Donnerstag den 24. 2. ab 18.30 zum Karajanplatz neben der Oper!
Da der Staatsopernball zum zweiten Mal ausfällt, wollen wir den Platz mit Walzerklängen, Livemusik aller Art und Tanz zum Leben erwecken.
Kommt zu Hauf, wohlauf zum Tanz! Wenn möglich in Ballkleid, Frack oder Anzug. Aber besser Ihr kommt wie Ihr wollt als gar nicht!
Die ersten 100 bekommen einen Pappbecher Sekt, solange der Vorrat reicht!
Wir stehen für Gesundheit, Grundrechte und Gemeinwohl! Wir unterstützen die Deklaration von zukunft-jetzt.at.
Die behördlichen Maßnahmen sind einzuhalten. Eigenverantwortung wird vorausgesetzt.
Rückfrage-Hinweis:
Mag.a art. Raja Schwahn-Reichmann: 0676 – 495 31 33
Dr. Georg Becker: 0676 – 725 70 94


Breites Bündnis fordert Aufhebung aller Corona-Maßnahmen (21.02.2022)

Ein breites Bündnis von Initiativen rund um die frühere Grünen-Bundessprecherin Madeleine Petrovic und den Arzt Andreas Sönnichsen hat heute ein sofortiges Ende der Maßnahmen und eine Zurücknahme der Impfpflicht gefordert. Neben den beiden waren auch Vertreter*innen der „Kritische Pädagog:innen“, der „Kritische Polizist:innen“, eine Vertreterin von Ergo-, Physio- oder Logopädie oder auch Gentechnikvolksbegehren-Initiator Peter Weish von Plattform Respekt an der Pressekonferenz in Wien teil (Oberösterreichische Nachrichten, 21.2.2022).

Nachtrag: Hier ist der Link zur Aufzeichnung der Pk:
https://sender-fm.veezee.tube/w/9zLyyg8BcqmU41uMsoiPYf


Schriftsteller boykottiert Bachmann-Preis wegen 2G+ (21.02.2022)

Der Schriftsteller Jan David Zimmermann nimmt aufgrund der Regelung „Um den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung zu gewährleisten, können nur Vollimmunisierte mit aktuellem Test daran teilnehmen“ des Bachmann-Preiswettbewerbs dieses Jahr Abstand von einer Teilnahme. In seiner Begründung führt er an: „Die Literatur und öffentliche Personen aus dem Literaturbetrieb hätten in den letzten zwei Jahren insbesondere die Aufgabe gehabt, die massive sprachliche Eskalation zu thematisieren, die vonseiten der Politik, vonseiten etablierter Medien forciert und schließlich von Teilen der Bevölkerung unkritisch übernommen wurde. Wenn die Sprache der Öffentlichkeit zu einer Sprache des Autoritären, zu einer Sprache der Ausgrenzung, zu einer Sprache des Hasses wird, dann muss die Literatur einschreiten und darauf aufmerksam machen.“ Der Text schließt mit einem Zitat von Ingeborg Bachmann: „So kann es auch nicht die Aufgabe des Schriftstellers sein, den Schmerz zu leugnen, seine Spuren zu verwischen, über ihn hinwegzutäuschen.“ (Jan David Zimmermann, 17.2.2022).


Chemie- und Physik-Professoren befragen BioNTech (20.02.2022)

Fünf deutsche Chemie- und Physikprofessoren stellen detaillierte Fragen zur Zusammensetzung des BioNTech Impfstoffes. Da das Unternehmen nur ausweichend antwortet, gehen diese Fragen nun an die Aufsichtsbehörde, das Paul-Ehrlich-Institut (Berliner Zeitung, 16.2.2022).


US-Studie: Antikörper bei Genesenen noch nach 20 Monaten (19.02.2022)

Eine US-Studie an 816 Probanden im Herbst 2021 stellte bei 99% der positiv Getesteten Antikörper fest – bis zu 20 Monate nach dem Test. Damit wurden die Daten aus früheren Studien, die Antikörper bis zu 6 Monate nach dem Text festgestellt hatten, „verlängert“. In unseren 49 Fragen an die Bundesregierung zitierten wir Studien, die auf 13 bzw. 18 Monate kamen (Frage 7.2.): Je länger die Pandemie dauert, desto länger werden Antikörper in Genesenen nachgewiesen. Und wir sprechen noch gar nicht von Gedächtniszellen. (JAMA Research Letter, 3.2.2022).


Israel: Auch 4. Dosis schützt nicht vor Ansteckung (19.02.2022)

Einer Preprint-Studie aus Israel zufolge erhöht die 4. Dosis der Covid mRNA Impfstoffe die Antikörper-Titer wieder auf die Höhe des Boosters (3. Dosis), doch die Wirkung gegen eine Ansteckung mit der Omikron-Variante ist nicht allzu stark. Sie liegt bei 11% bei Comirnaty (Pfizer/Biontech) und bei 30% bei Spikevax (Moderna) (Regev-Yochay et al., MedRxiv, 15.2.2022).


Breite Allianz stellt weitere Fragen an die Bundesregierung (17.02.2022)

Zukunft JETZT stellt am Tag vor dem Ende der Antwortfrist des VfGH an das Gesundheitsministerium weitere Fragen, um das Pandemiemanagement der Regierung gründlich aufzuarbeiten.
Einladung und Anmeldung zur Pressekonferenz am 17. Februar 2022 um 10 Uhr in Wien, die live mitverfolgt werden konnte.
Aufzeichnung
Pressinformation
49 Fragen an die Bundesregierung, Ministerien und verantwortlichen Behörden


Die Schweiz hebt morgen die meisten Maßnahmen auf (16.02.2022)

Die Schweiz kehrt bis Anfang April zur völligen Normalität zurück. Schon morgen, am 17. Februar, werden Geschäfte, Restaurants, Kulturbetriebe und öffentlich zugängliche Einrichtungen sowie Veranstaltungen wieder ohne Maske und Zertifikat zugänglich sein. Auch die Maskenpflicht am Arbeitsplatz und die Homeoffice-Empfehlung fallen. Die letzten Maßnahmen enden am 1. April (ORF, 16.2.2022).


Tirols Ärztekammer-Präsident gegen Impfpflicht, für Maßnahmenende (13.02.2022)

„Welchen Mehrwert hat man durch die Impfpflicht noch zu erwarten, wenn man sich bewusst ist, dass man nie 100 Prozent erreichen wird, wir bereits einen wirklich hohen Stand an Durchimpfung haben und bereits eine sehr hohe Durchseuchungsrate aufweisen?“, fragt Arthur Wechselberger, Präsident der Tiroler und Ex-Präsident der Bundesärztekammer. Man müsse sich die Frage stellen, ob es unbedingt notwendig sei, diese Spaltung der Gesellschaft in Kauf zu nehmen. Nach der Omikron-Welle seien alle Maßnahmen zu beenden (ORF, 13.2.2022).


Norwegen hebt alle Maßnahmen auf (12.02.2022)

Jetzt geht es Schlag auf Schlag: Noch vor dem erwarteten Höhepunkt der Omikron-Welle hebt Norwegen alle verbleibenden Covid-Maßnahmen auf (ORF, 12.2.2022).


Bayrisches Gericht kippt Verkürzung des Genesenen-Status (11.02.2022)

Das bayerische Verwaltungsgericht in Ansbach gab am Freitag den Eilanträgen von zwei Genesenen statt. Demnach gilt bei den Klägern weiterhin der alte Genesenenstatus von sechs Monaten. Die Gerichtsentscheidung gilt zunächst einmal jedoch nur für die beiden Antragsteller. Begründung des Gerichts: „Durch den Verweis auf die Internetseite treffe der Gesetzgeber nicht selbst diese wesentliche Regelung über den Genesenenstatus, sondern überlasse dies einer behördlichen Institution.“ Die Richter*innen prüften deshalb gar nicht inhaltlich, ob die Verkürzung des Genesenenstatus verfassungwidrig sei.  (Süddeutsche Zeitung, 11.2.2022).


Maskenfall in vielen Ländern „trotz“ Omikron (11.02.2022)

Ein Land nach dem anderen lockert die Maßnahmen, in vielen Ländern fällt die Maskenpflicht. In der ORF-Headline steht „Trotz Omikron“. Die Meldung würde auch mit der Überschrift „Wegen Omikron“ Sinn machen – siehe die Meldung zur Omikron-Entdeckerin Angelique Coetzee vom 10. Februar. (ORF, 11.2.2022).


Impfpflicht ist ethisch nicht verantwortbar (10.02.2022)

Der Philosoph und stellvertretende Leiter der österreichischen Bioethikkommission, Peter Kampits, im Interview über ethische Bedenken einer Impfpflicht, wie etwa über den Vorwurf der Wissenschaftsungläubigkeit: „Dabei glauben viele Impfskeptiker an wissenschaftliche Forschung, nur beziehen sie sich bei ihrer Entscheidungsfindung auf Ergebnisse und Daten, die nicht dem von der Politik vorgegebenen Mainstream entsprechen.“ (Der Pragmaticus, 10.2.2022).


Omikron-Entdeckerin wurde unter Druck gesetzt (10.02.2022)

Die Vorsitzende des südafrikanischen Ärzteverbandes Angelique Coetzee war die erste Medizinerin, die auf die Omikron-Variante des Coronavirus stieß, Patienten behandelte – und Entwarnung gab. Aber in Europa habe das niemand hören wollen, sie sei von Regierungen unter Druck gesetzt worden. „Mir wurde gesagt, ich solle öffentlich nicht erklären, dass es eine milde Erkrankung sei. Ich wurde gebeten, von derartigen Äußerungen Abstand zu nehmen und zu sagen, es sei eine ernste Erkrankung. Das habe ich abgelehnt.“ (Berliner Zeitung, 10.2.2022) (Die Welt, 10.2.2022) (Kurier, 10.2.2022).


Salzburgs LH Haslauer für Überdenken der Impfpflicht (09.02.2022)

Nach Kärntens LH Peter Kaiser zeigt sich nun auch Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer „skeptisch“ gegenüber der Impfpflicht. Im Ö1-Mittagsjournal sagte er, dass vor Beginn der Phase II am 15. März – Start der Strafbarkeit – evaluiert werden solle, ob die Impfpflicht noch geeignet sei, um eine Überlastung der medizinischen Versorgung zu verhindern. Sei dies nicht der Fall, könne man die Impfpflicht Mitte März „nicht scharf stellen“. (ORF, 9.2.2022).


Bayern setzt die Impfpflicht im Gesundheitssektor aus (07.02.2022)

Genau gegenteilig wie Italien verfährt Bayern: Die Impfpflicht im  Gesundheitsbereich wird ausgesetzt, weil der Verlust von Tausenden Schlüsselkräften befürchtet wird. Die CDU fordert dies nun für ganz Deutschland. Die konträren Politikentscheidungen in Italien und Bayern zeigen, dass morgen schon das Gegenteil von heute gelten kann und das Pandemiemanagement radikal verbesserungswürdig ist. (ORF, 7.2.2022) (Süddeutsche Zeitung, 7.2.2022).


Italien suspendiert über 8.000 Ärzt*innen und Krankenpfleger*innen (07.02.2022)

Wer versteht das noch? Wo es angeblich um die Gesundheit und hier wiederum um den Schutz der Gesundheitsinfrastruktur geht, suspendiert Italien 2.250 Ärzt*innen und 6.000 Krankenpfleger*innen, weil sie nicht geimpft sind. Am Ende der Pandemie. Nachdem es hieß, es würden dringend zusätzliche Kräfte benötigt. Wir sind fassungslos. (ORF, 4.2.2022).


Tiroler Unternehmen für freie Impfentscheidung (06.02.2022)

In Tirol schließen sich immer mehr Unternehmen für eine freie Impfentscheidung zusammen. Gestern traten 88 von ihnen erstmals mit einem gemeinsamen Inserat in der Tiroler Tageszeitung auf (TT, 5.2.2022).


Litauen schafft den „Grünen Pass“ wieder ab, Israel teilweise (06.02.2022)

In dem baltischen EU-Land muss für den Besuch von Restaurants, im Einzelhandel und im Kultur- und Unterhaltungsbereich seit 5. Februar kein „Grüner Pass“ für Geimpfte oder Genesene mehr vorgezeigt werden. Mit Ausbreitung der besonders ansteckenden Omikron-Variante bestehe sowohl für Ungeimpfte als auch für Geimpfte oder Genesene das Risiko, sich zu infizieren. Die Wirksamkeit von Impfzertifikaten als Mittel im Kampf gegen das Virus sei daher erheblich gemindert. Auch in Israel wird der grüne Pass in Restaurants, Kinos, Fitness-Centern und Hotels abgeschafft, in Veranstaltungshallen und Clubs bleibt er vorerst aufrecht (ORF, 5.2.2022) (The Times of Israel, 7.2.2022).


Philosoph Peter Kampits kritisiert Impfpflichtgesetz (05.02.2022)

Peter Kampits ist nicht nur ein viel geschätzter Philosoph, sondern auch stellvertretender Vorsitzender der Bioethikkommission beim Österreichischen Bundeskanzleramt. Im heutigen „Kurier“ schreibt er: „Neben den zahlreichen Ungereimtheiten und Widersprüchen im Impfpflichtgesetz fällt vor allem auf, dass die viel beschworene Verhältnismäßigkeit, die Gebote der Angemessenheit und des Einsatzes des geringsten Mittels völlig unbeachtet geblieben sind (…) Die überfallsartig anmutende Beschlussfassung hat den schon lange angebahnten Vertrauensverlust in die österreichische Politik befördert (…) Ein Dialog, der auf „Überzeugen“ gegründet ist, ist kein Dialog. Daher schwingt in allen Aufforderungen in diese Richtung der Aspekt der Nötigung mit.“ (Kurier, 5.2.2022).


Nähe von Covid-Impfexpert*innen der Regierung zur Pharmaindustrie (04.02.2022)

Nicht weniger als acht Covid-Impfexpert*innen der Bundesregierung haben finanzielle Beziehungen zur Pharma-Industrie. Immer wieder taucht dabei ein Name auf: Pfizer. Zwar sind diese Verbindungen behördenintern bekannt, Bevölkerung und Parlament erfahren davon jedoch nichts (NEWS, 22.1.2022).


Schweden vor der Abschaffung aller Maßnahmen (03.02.2022)

Am 9. Februar werden in Schweden fast alle Maßnahmen abgeschafft, obwohl nur 35 Prozent der Bevölkerung geboostert sind. Laut Gesundheitsbehörden gibt es bei der Inzidenz zwischen Geimpften und nicht Geimpften keinen Unterschied mehr. Bei einer Demonstration gegen dem Impfpass nahmen 9.000 Personen teil. Weder die Teilnehmer*innen noch die Polizist*innen trugen Maske. (ZDF, 30.1.2022) (ORF, 3.2.2022).


Unser Appell an den Vorsitzenden der LH-Konferenz Mag. Wallner (02.02.2022)

Morgen soll das Impfpflicht-Gesetz im Bundesrat behandelt werden. Wir appellieren an den Vorsitzenden der LH-Konferenz, sich mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln gegen die Verletzung von Grundrechten, sowie einer weiteren gesellschaftlichen Spaltung und für eine freie und individuelle Impfentscheidung einzusetzen (unser Appell zum Download).


Schweden rät von einer Impfung 5-11jähriger Kinder ab (01.02.2022)

Das schwedische Gesundheitsministerium hat in einer Verlautbarung erklärt, von der Impfung 5-11-jähriger Kinder abzuraten. Das Ministerium schreibt: „Wir wollen einen klaren Nutzen für die Kinder selbst sehen, daher können wir die Impfung derzeit nicht empfehlen.“ (Medical Xpress, 27.1.2022) (Schwedische Gesundheitsagentur).


Unser Appell an die Abgeordneten des Bundesrats (01.02.2022)

Am kommenden Donnerstag soll das Impfpflicht-Gesetz im Bundesrat behandelt werden. Wir appellieren eindringlich an alle Abgeordneten – angesichts schwerwiegender Grundrechtsbedenken und auch neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse zu Omikron – diesem Gesetz nicht zuzustimmen (Unser Appell zum Download).


Musik gegen Spaltung in Thennenberg (30.01.2022)

Klarinettist Matthias Schorn will für alle da sein, die sich momentan vom Kulturbetrieb ausgegrenzt fühlen NÖN.


Live-Mitschnitte der Demo-Reden von Felber und Petrovic (30.01.2022)

In diesen Livestreams können die Demo-Beiträge von Madeleine Petrovic und Christian Felber nachgehört werden.


10 Fragen des VfGH an das Gesundheitsministerium (29.01.2022)

Der Österreichische Verfassungsgerichtshof stellt im Zuge eines Verordnungsprüfungsverfahrens im Zusammenhang mit der Impfung 10 hoch aufschlussreiche Fragen an das Gesundheitsministerium. Die Bevölkerung hat dank transparenter Information die Ehre, frühzeitig Kenntnis davon zu erlangen (VfGH, 26.1.2022).


Demo-Reden von Christian Felber und Madeleine Petrovic am 29. 1. in Wien (28.01.2022)

Zwei der Erstunterzeichnenden der Deklaration, Christian Felber (als freier Publizist) und Madeleine Petrovic, werden auf der Kundgebung der Plattform „Demokratie & Grundrechte“ am Samstag, 29. Jänner, um 13 Uhr am Platz der Menschenrechte in Wien (Ecke Mariahilferstraße/Museumsquartier) einen kurzen Rede-Beitrag zur aktuellen Situation leisten.


Immer mehr Grüne gegen Impfpflicht (28.01.2022)

Die Zahl der Grünen-Funktionäre, die sich auf die Grundwerte der Partei berufen und gegen Diskriminierung und Impfpflicht aussprechen, wächst (GGI – Grüne gegen Impfpflicht und 2G). Unsere Deklaration wurde schon von einigen von ihnen erst- und mitunterzeichnet. In Salzburg sprach sich der ehemalige Klubobmann der Bürgerliste im Landtag und Bundesobmann der grünen Bildungswerkstatt, Christian Burtscher, gegen den aktuellen Kurs der Parei aus (Salzburger Nachrichten, 20.1.2022). Und nun meldet sich mit Franz Klug ein weiteres grünes Urgestein im Standard zu Wort: Die Impfpflicht verstoße gegen grüne Grundwerte, die Parteibasis sei nicht eingebunden worden, und die Partei könne in dieser Frage daher gar nicht so geschlossen sein, wie es von der Spitze dargestellt werde (Der Standard, 27.1.2022).


Tabuthema Impfschaden (28.01.2022)

Ein Impfgeschädigter berichtet in der Berliner Zeitung (24.1.2022) von seinen gesundheitlichen Problemen nach der Impfung, wie er knapp dem Tod entkam und nun mit fehlender Anerkennung seitens der Medizin und gesellschaftlicher Ablehnung zu kämpfen hat. Zufällig handelt es sich um den Volljuristen und Vorsitzenden des Mainzer Stadtrechtsausschusses Rolf Merk: „Erst verlierst du deine Gesundheit und dann deine Würde.“


„Gripalización“ von Covid-19 in Spanien (27.01.2022)

Die spanische Regierung setzt sich dafür ein, Covid als endemische Krankheit wie die Grippe einzustufen, mit deren saisonalen Ausbrüchen die Menschen leben können und die das Gesundheitssystem nicht überlasten. Dieser Schritt sei „an der Zeit und notwendig“, sagte Gesundheitsministerin Carolina Darias (El País, 17.1.2022) (El Independiente, 23.1.2022).


Auch in Großbritannien erhält Covid-19 den Status der Grippe (27.01.2022)

Ab heute ist in Großbritannien das Tragen von Masken nicht mehr gesetzlich vorgeschrieben. Auch die Arbeit im Homeoffice wird nicht mehr offiziell empfohlen, und die Vorlage des Gesundheitspasses in Clubs und bei bestimmten großen Versammlungen ist dann nicht mehr vorgeschrieben. Für März plant die Regierung das Ende der Isolation für positiv getestete Menschen. „Wir zwingen die Menschen nicht gesetzlich dazu, sich zu isolieren, wenn sie die Grippe haben“, erklärte der britische Premier. (ORF, 26.1.2022).


Dänemark hebt die meisten Maßnahmen auf (26.01.2022)

Während in Österreich die Impfpflicht ab 1. Februar in Kraft tritt, hebt Dänemark mit gleichem Datum die meisten Beschränkungen auf: kein 2G, kein 3G, keine Masken, …. Begründet werden die Lockerungen damit, dass Omikron milder verläuft und sich nur wenige Menschen auf den Intensivstationen befinden (ORF, 26.1.2022).


Sterberate von Omikron aktuell um den Faktor 10 unter der Grippe (26.01.2022)

Nach dem European Surveillance System TESSy wurden in der 2. Jännerwoche von den erkannten Covid-19-Infizierten 1,14% hospitalisiert, 0,16% bedurften intensivmedizinischer Betreuung, und 0,06% verstarben. Das wäre an sich schon eine niedrigere Sterberate als jene der Grippe (0,1-0,2%). Da jedoch die Dunkelziffer der Infizierten mindestens um den Faktor 5 höher liegt (aktuell weltweit bis zum Faktor 20), ist es wohl realistischer von 0,25% Hospitalisierten (25 von 10.000), 0,03% intensivmedizinisch Betreuten (3 von 10.000) und 0,01% Verstorbenen (1 von 10.000) auszugehen, berechnet Martin Sprenger. Das wäre ein Faktor 10 unterhalb der Letalität der Grippe.